Erweiterungsbau des Saarlandmuseums

Aktionen

21. April 2017

Saarlandmuseum / Moderne Galerie auf der ART COLOGNE

Vom 26. bis 29. April 2017 findet zum 51. Mal die ART COLOGNE statt, eine der wichtigsten und strahlkräftigsten Kunstmessen Europas. Gleich zwei Ereignisse der diesjährigen ART COLOGNE sind eng mit der Modernen Galerie des Saarlandmuseums und ihrem Erweiterungsbau verknüpft:

Die ART COLOGNE beauftragt Prof. Michael Riedel mit der Schaffung eines ortsbezogenen Kunstwerks

Seit 2013 arbeiten Kuehn Malvezzi Architekten, Berlin, mit dem Frankfurter Künstler Michael Riedel an der Erweiterung der Modernen Galerie des Saarlandmuseums. Für die Fassaden des Erweiterungsbaus und die umgebende Freianlage hat Riedel ein Kunstwerk von immensen Ausmaßen (ca. 4.000 m²) geschaffen. Das Bauprojekt befindet sich zurzeit in der finalen Realisierungsphase. Als diesjähriges Highlight hat die ART COLOGNE Michael Riedel mit einer monumentalen Kunstinstallation für den Eingangsbereich Süd beauftragt. Erstmals zeigt die ART COLOGNE damit in ihrem Entrée programmatisch keine historische Position, sondern ein unmittelbar zeitgenössisches Werk. Sowohl konzeptuell wie formal ist diese Installation eng mit Riedels Arbeit für das Saarlandmuseum verwandt.

ART COLOGNE Talks: Podiumsgespräch mit Prof. Michael Riedel und Dr. Roland Mönig

Im Rahmen der ART COLOGNE Talks findet am 26. April um 15 Uhr, ein Podiumsgespräch mit Prof. Michael Riedel und Dr. Roland Mönig statt. Dabei wird es um Michael Riedels Kunst im Allgemeinen und um sein Projekt für die Moderne Galerie in Saarbrücken im Besonderen gehen. Moderiert wird das Gespräch von Sandra Danicke, art - Das Kunstmagazin. Mit Dr. Roland Mönig, Kunst- und kulturwissenschaftlicher Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, sitzt nicht nur ein Experte für internationale zeitgenössische Positionen auf dem Podium, sondern auch ein wichtiger Akteur im Feld der aktuellen Museumsneubauten im deutschen Raum.
Michael Riedel zählt zu den derzeit gefragtesten Künstlern seiner Generation in Deutschland. Am 1. April übernahm er die Professur für Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, am 19. Mai eröffnet die Kunsthalle Zürich seine Ausstellung „CV“.

Erweiterungsbau der Modernen Galerie: Umstellung der „Großen Saarbrücker Schriftsäule“ von Leo Kornbrust im Zuge der Neugestaltung der Außenanlagen

Mittwoch, 1. Juni 2016

Leo Kornbrusts Skulptur „Große Saarbrücker Schriftsäule“ (1989) erhält im Zuge der Realisierung des Freianlagenkonzepts, das Kuehn Malvezzi, Michael Riedel und bbz Landschaftsarchitekten für die erweiterte Moderne Galerie erarbeitet haben, eine neue prominente Position, die in enger Abstimmung mit dem Künstler festgelegt wurde.

Derzeit befindet sich die „Große Saarbrücker Schriftsäule“ nördlich des Foyerpavillons der Modernen Galerie, gegenüber der Schillerschule. Am Mittwoch, 1. Juni 2016, wird sie vor der Nordfassade des Wechselausstellungspavillons platziert, wo statt des bisherigen Parkplatzes eine Grünfläche geschaffen wird. Am neuen Standort wird Kornbrusts Skulptur künftig an der Ostseite des neuen Kunstareals, das um die Moderne Galerie entsteht, einen markanten Akzent setzen. Genau in der Sichtachse der Rosenstraße aufragend, wird sie das unübersehbare Pendant zur „Großen Gaia“ von Matschinsky-Dennighoff bilden, die in einigen Monaten an ihren angestammten Platz nordwestlich der Modernen Galerie zurückkehren wird.

Leo Kornbrust (geboren 1929 in St. Wendel) zählt zu den großen Bildhauern des Saarlandes, und die „Große Saarbrücker Schriftsäule“ ist eines seiner Hauptwerke. Für das Museum ist es von größter Bedeutung, dass die Skulptur durch ihre spezifische Rolle im neuen Freianlagenkonzept eine besondere Würdigung erfährt.

Sonntag, 24. April 2016, 10 bis 18 Uhr

UM-BAU-FEST
WIR FEIERN!


Es ist soweit: Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums verabschiedet sich mit einem großen Fest in die Vorbereitungen zur Wiedereröffnung in vergrößerter Form 2017.
Am letzten Öffnungstag, Sonntag, 24. April 2016, bietet das Museum von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt ein umfangreiches Programm mit stündlichen Führungen, Vorträgen, Live-Musik, Lesungen und Kinderprogramm an. Im Vordergrund stehen dabei die Ausstellungen Im neuen Haus die neue Kunst und Gregor Hildebrandt. Gregor Hildebrandt wird persönlich aus Berlin anreisen und um 16.30 Uhr über seine Arbeit sprechen. Lesungen von Gedichten von Georg Trakl, Gottfried Benn und Paul Celan, auf die sich Hildebrandt in seinen Werken bezieht, werden um 12.30 Uhr und 14.30 Uhr vorgetragen.
Für die Kleinen wird ganztags ein buntes Kreativ-Atelier angeboten: Kindern und Jugendlichen wird gezeigt, wie man aus Kassettentonbändern Kunst herstellt und eigene Museumsbuttons anfertigt. Kinderlesungen zum vor kurzem erschienenen Buch „Das blaue Pferdchen“ sowie weiteren Erzählungen kann man vormittags wie nachmittags zuhören.
Einen eigenen Programmpunkt bildet um 15 Uhr ein Vortrag über die Vorbereitungen für die große Ausstellung Entre deux horizons, mit der die Moderne Galerie ab 29. Juni im Centre Pompidou-Metz zu Gast sein wird. Dort werden bis 16. Januar 2017 ca. 230 Schlüsselwerke aus der Saarbrücker Sammlung zu sehen sein, die beispielhaft einen Überblick über die deutsch-französischen Beziehungen im 20. Jahrhundert vermitteln. Für dieses Projekt müssen im Voraus zahlreiche Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier konserviert und restauriert werden. Einen Einblick in die Restaurierungswerkstätten gibt es vorab um 11 Uhr.
Und natürlich wird Museumsdirektor Dr. Roland Mönig auch Perspektiven auf die Wiedereröffnung des Museums 2017 bieten und in einem Vortrag um 14 Uhr die Planungen für den Erweiterungsbau und die Freianlagen vorstellen.
Live-Musik von Prof. Dr. Jörg Abbing mit seiner Improvisationsklasse gibt es ab 14 Uhr.


Ab 17 Uhr lädt der Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon, zu einer „blauen Stunde“ mit Umtrunk ein. Das Fest endet um 18 Uhr, wenn der Minister persönlich den „Schließdienst“.

Mittwoch, 24. Februar 2016

Neugestaltung des Stadtraums um die Moderne Galerie: Baumfällungen entlang der Bismarckstraße

Ab dem 25. Februar 2016 werden entlang der Bismarckstraße zwischen der Hochschule für Musik Saar und den Verwaltungsgebäuden der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz Baumfällungen vorgenommen werden. Sie erfolgen im Zusammenhang mit der Neugestaltung des öffentlichen Parks um die Moderne Galerie und sind mit der Landeshauptstadt Saarbrücken abgestimmt. Es werden 26 Bäume gefällt werden, davon stehen fünf unter dem Schutz der Baumschutzsatzung. Die Fällung der geschützten Bäume erfolgt mit Erlaubnis des Amtes für Klima- und Umweltschutz der Landeshauptstadt Saarbrücken. Im Zuge der Neugestaltung werden zu einem späteren Zeitpunkt 12 Neupflanzungen erfolgen.

Das Konzept des Berliner Architekturbüros Kuehn Malvezzi und des Künstlers Michael Riedel für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Modernen Galerie umfasst auch eine grundlegende Neugestaltung des Umfelds des Museums. Mittels einer großzügigen Platzanlage werden die Moderne Galerie und ihr Nachbar die Hochschule für Musik untereinander und mit dem urbanen Umfeld eng verflochten. Zugleich werden beide Institutionen wieder in einen zusammenhängenden Grünraum entlang der Saar eingebunden, der hohe Aufenthalts- und Erlebnisqualität hat.

Freitag, 12. Februar 2016

Erweiterungsbau der Modernen Galerie: Anbringung von Gucklöchern im Bauzaun entlang der Bismarckstraße

Heute werden im Bauzaun um die Baustelle des Erweiterungsbaus der Modernen Galerie des Saarlandmuseums entlang der Bismarckstraße Gucklöcher angebracht. Besucher und Anwohner können so den Baufortschritt kontinuierlich verfolgen. Stehenbleiben und durchgucken ist ausdrücklich erwünscht!

Gegenwärtig sind am Rohbau sowie im Außenbereich zahlreiche Veränderungen zu beobachten. So wird an der Nordfassade ein neues Fenster geschnitten und es finden rund um das Gebäude Erdarbeiten statt. Bald werden neue Baucontainer auf dem Baugrundstück aufgestellt.

Info: Regelmäßige Informationen zum Baufortschritt gibt es auch auf der Facebookseite des Saarlandmuseums unter dem Hashtag #BaustellennewsErweiterungsbauModerneGalerie.

 

 

Katalogpräsentation VORHALLEN / NACHHALLEN

Dienstag, 26. Januar 2016, 16.30 Uhr
Saarlandmuseum, Vortragssaal

VORHALLEN / NACHHALLEN
Im Sommer 2015 fand im Rohbau des Erweiterungsbaus der Modernen Galerie eine viel beachtete Ausstellung junger Künstler statt, allesamt Studierende der HBKsaar (Atelier Eric Lanz). Ihre Eingriffe, Performances und Installationen konnten, unter dem Titel VORHALLEN, an nur einem Tag (dem 1. Juli) in der Form von Führungen durch die Baustelle besichtigt werden. Es folgte dann (in der 2. Julihälfte) eine 2. Ausstellung in der Galerie der HBKsaar, NACHHALLEN. Dort wurden im Rohbau entstandene Fotografien, Videos und Klänge gezeigt.

Der Katalog
Nun erscheint eine schöne, umfangreiche Dokumentation des gesamten Projektes und wird in der Modernen Galerie des Saarlandmuseums vorgestellt. Sie enthält zahlreiche Abbildungen der ephemeren und ortsbezogenen Werke. Der Katalog wird gemeinsam von der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz und der Hochschule der Bildenden Künste Saar herausgegeben. Die Textbeiträge von Dr. Roland Mönig, Dr. Roland Augustin, Prof. Dr. Matthias Winzen, Nadine Brettar sowie von Prof. Eric Lanz, dem Initiator des Projektes, gehen auf die Arbeiten und die besonderen Bedingungen und Chancen der entstandenen
Kooperation ein. Der Katalog ist für 9,00 EUR erhältlich.

Die Edition
Die teilnehmenden Studierenden haben zudem eine künstlerische Edition als Sonderausgabe des Buches erarbeitet, in der kleine, transportable Multiples oder Originale dem Projekt einen zusätzlichen, feinen Nachhall bereiten. Diese Edition wird mit dem Katalog in einer Auflage von 40 Stück angeboten und zum Anlass der Vorstellungvon Robert Hecklau (SR) entpackt (Preis: 500,00 EUR).

Die Künstlerinnen und Künstler
Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Jill Els, Richard Engel, Martin Fell, Malika Hagemann, Rosita Hofmann, Anna Jochum, Ida Kammerloch, Anja Khersonska, Jennifer Lubahn, Hyeonchae Oh, Lisa Marie Schmitt, Thilo Seidel, Michael Voigt

Wiederaufnahme der Arbeiten am Erweiterungsbau der Modernen Galerie

1. Oktober 2015

Die Bauarbeiten am Erweiterungsbau der Modernen Galerie werden wiederaufgenommen. Dies hat der Kurator der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz,Kulturminister Ulrich Commerçon, heute mitgeteilt. Nach der Einrichtung der Baustelle werden derzeit in einem ersten Schritt Tiefbauarbeiten auf dem Gelände der Stiftung für die Zu- und Ableitungen der Klima- und Elektrotechnik für den Erweiterungsbau und das Bestandsgebäude vorgenommen.

Kulturminister Commerçon betonte: „Nach der bekannten schwierigen Vorgeschichte, einer aufwändigen und mehr als drei Jahre andauernden Phase der Aufarbeitung und Neuausrichtung des Bauprojektes beginnen wir nun mit der Realisierung der Pläne desArchitekturbüros Kuehn Malvezzi und des Künstlers Michael Riedel. Damit wird auch für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar, dass es mit der Fertigstellung des Museumsbaus endlich vorangeht.“

Das Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz hatte im September letzten Jahres der Entwurfsplanung des Architekturbüros Kuehn Malvezzi zugestimmt. Diese sieht ein architektonisches und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept vor, das das Raumprogramm von Hanns Schöneckers Moderner Galerie ergänzt und den Museumskomplex mit dem umgebenden Stadt- und Landschaftsraum verklammert. Nach weiteren Vorbereitungsarbeiten hat die Untere Bauaufsicht der Landeshauptstadt Saarbrücken im Juli 2015 die Baugenehmigung erteilt.

Dr. Roland Mönig: „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem komplexen Projekt unseren Terminplan einhalten und wie erhofft in diesem Herbst mit den Arbeiten beginnen konnten. Für alle Mitarbeiter der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz ist es ein großartiges Signal, dass nun wieder Bewegung in die Baustelle kommt. Unser Blick richtet sich jetzt in die Zukunft.“

Der nächste Schritt wird die Fortführung der technischen Leitungsverlegungen sein, die zunächst im Außenbereich und anschließend im Innenbereich stattfinden werden.

Baustellenführung durch den Erweiterungsbau des Saarlandmuseums jetzt wöchentlich!

Aufgrund der großen Nachfrage und mit Blick auf die Wiederaufnahme der Bauarbeiten im Herbst 2015 bietet das Saarlandmuseum in den kommenden Monaten wöchentliche Führungen durch den Erweiterungsbau der Modernen Galerie an. Die geführten Rundgänge durch den Rohbau finden im Wechsel mittwochs um 12.30 Uhr bzw. samstags um 14 Uhr statt (bis 11. November).

Um Anmeldung wird gebeten unter service@saarlandmuseum.de oder Tel. 0681.9964-234.
Der Treffpunkt ist im Foyer des Saarlandmuseums, Moderne Galerie, Bismarckstraße 11-15, 66111 Saarbrücken.

Aus Sicherheitsgründen ist die Kapazität für die Baustellenführungen auf jeweils 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Diese werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Mobilitätseingeschränkten Besucherinnen und Besuchern kann die Baustelle derzeit leider nicht zugänglich gemacht werden.

Baugenehmigung für die Erweiterung der Modernen Galerie des Saarlandmuseums

Mit Datum vom 23. Juli 2015 hat die Untere Bauaufsichtsbehörde der Landeshauptstadt Saarbrücken den Bauantrag der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Modernen Galerie des Saarlandmuseums genehmigt. Dies teilt der Kurator der Stiftung, Kulturminister Ulrich Commerçon, mit.

„Mit der erfolgten Baugenehmigung ist ein weiterer wichtiger Schritt getan, um dieses für die Zukunft des Museums entscheidende Projekt zu einem guten Abschluss zu führen“, so Commerçon. „Wir bedanken uns bei der Unteren Bauaufsicht  für die gute und konstruktive Zusammenarbeit vor und während der Prüfung des Bauantrags.“

Im Sommer 2013 beauftragte das Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz das Berliner Büro Kuehn Malvezzi Architekten damit, die Planungen für den im Rohbau stehenden neuen Trakt der Modernen Galerie zu übernehmen und das 2008 unter Federführung von twoo architekten (Köln) begonnene Vorhaben zu Ende zu führen. Im April 2014 wurde der Öffentlichkeit ein erster Vorentwurf vorgestellt. Die Entwurfsplanung war Ende 2014 abgeschlossen. Im Februar 2015 konnte der Bauantrag eingereicht werden.

Auf der Grundlage der Baugenehmigung wird die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz nun gemeinsam mit den Architekten und dem Projektsteuerer die weiteren Arbeitsphasen vorbereiten und einen Bauzeitenplan entwickeln.

VORHALLEN - Künstlerische Eingriffe von Studierenden der HBKsaar im Erweiterungsbau der Modernen Galerie des Saarlandmuseums

Mittwoch, 1. Juli 2015, 10 bis 22 Uhr

Offene Führungen zu den Installationen und Performances, Beginn alle 20 Minuten

Ursprünglich angeregt durch das jüngst zu Ende gebrachte Ausstellungsprojekt Mapping The Museum, haben unter der Betreuung von Prof. Eric Lanz und in Kooperation mit dem Saarlandmuseum 14 Studierende der HKBsaar eine Reihe von Arbeiten zum Erweiterungsbau der Modernen Galerie entwickelt.

Am Mittwoch, 1. Juli 2015, werden diese Interventionen dem Publikum vor Ort zugänglich gemacht. Um dies in der Baustelle zu ermöglichen, bieten die Studenten von 10 bis 22 Uhr regelmäßige Führungen durch den Rohbau an und begleiten Gruppen bis zu 15 Personen bei der Entdeckung ihrer mannigfaltigen Eingriffe.

Der Rohbau des Erweiterungsgebäudes der Modernen Galerie des Saarlandmuseums verkörpert einen ganz besonderen Zustand. Er ist einerseits ganz real, andererseits aber auch eine Hülle mit immensen Möglichkeiten. Er wird dadurch noch bemerkenswerter, dass die Bestimmung der Räume, nämlich die Konservierung und Präsentation von Kunst, an vielen Details des Rohbaus abzulesen ist. Diese planvoll umbaute Leere und dieser dem Alltag entzogene Stillstand sind für junge Künstler besonders spannende Bedingungen. Die Künstler beziehen sich sowohl auf die materielle Beschaffenheit des Ortes, auf seine vielfältigen Lichtverhältnisse als auch auf seine ganz besondere Akustik. Sie befassen sich aber auch inhaltlich mit seiner Körperhaftigkeit und gehen mit Witz und Sinnlichkeit mit der Situation um.
Nach Abschluss des Aktionstages im Erweiterungsbau der Modernen Galerie übertragen die Studierenden ihre für den Ort entwickelten Arbeiten in neue künstlerische Formate, die in der Ausstellung „NACHHALLEN“ ab dem 8. Juli in der Galerie der HBKsaar gezeigt werden.

Weitere Informationen unter www.hkbsaar.de/lanz/projekte/vorhallen
Teilnehmende Studierende: Akosua Viktoria Adu-Sanyah, Jill Els, Richard Engel, Martin Fell, Malika Hagemann, Rosita Hofmann, Anna Jochum, Ida Kammerloch, Anja Khersonska, Jennifer Lubahn, Hyeonchae Oh, Lisa Marie Schmitt, Thilo Seidel, Michael Voigt
Projektleitung: Prof. Eric Lanz
Vermittlung: Nadine Brettar

Das Rechercheprojekt „Brennpunkt: X“ von Nuran David Calis am Saarländischen Staatstheater hat am 14. Juni Uraufführung im Erweiterungsbau des Saarlandmuseums

Am Saarländischen Staatstheater (SST) haben die Proben für das Rechercheprojekt „Brennpunkt: X“ begonnen, das Nuran David Calis als Auftragswerk für das SST entwickelt hat. Der renommierte Autor, Film- und Theaterregisseur hat zwischen Juni 2014 und Januar 2015 in einer umfangreichen Recherche im Saarland zahlreiche Gespräche mit betroffenen Flüchtlingen, mit Helfern sowie mit betreuenden Organisationen geführt und daraus ein Stück entwickelt, das die unterschiedlichen Perspektiven aufgreift.

Regisseur Jörg Wesemüller arbeitet mit vier Schauspielern des SST und sieben Menschen, die aus dem Iran und Syrien geflohen sind. Die Ausstattung übernimmt Jasna Bošnjak. Aus dem SST-Ensemble spielen Yevgenia Korolov, Saskia Petzold, Pit-Jan Lößer und Klaus Müller-Beck.

Die Uraufführung findet am Sonntag, 14. Juni 2015, um 19.30 Uhr im Erweiterungsbau des Saarlandmuseums statt.

Das Schauspiel des SST möchte mit dem Projekt einen Beitrag zum globalen Thema der Flüchtlingsproblematik leisten. Generalintendantin Dagmar Schlingmann: „Was zur Zeit an den Grenzen Europas passiert, ist unsäglich, traurig, empörend. Ich empfinde es als absolut notwendig, dass wir als Theater uns damit beschäftigen und genau hinschauen: Auf welche Wirklichkeit treffen Menschen hier bei uns, die alles hinter sich gelassen haben?“

Dr. Roland Mönig, Direktor des Saarlandmuseums, stellt „gerne den Erweiterungsbau für das innovative Projekt zur Verfügung. Nach Mapping the Museum ist es das zweite Mal, dass das Gebäude, bevor es selbst Kunst beherbergt und zeigt, künstlerisch gedeutet wird.“

Das Projekt ist in enger Zusammenarbeit mit der Flüchtlingshilfe Nalbach entstanden.

Aufführungstermine: 14. (Uraufführung), 18., 19., 20., 23. und 25. Juni 2015, jeweils um 19.30 Uhr im Erweiterungsbau des Saarlandmuseums.

Medienberichterstattung:

Saarbrücker Zeitung (16.06.2015)

nachtkritik.de

die-deutsche-buehne.de

Tausendmal. Der Versuch.

Öffentliche Performance im Erweiterungsbau der Modernen Galerie des Saarlandmuseums von Akosua Viktoria Adu-Sanyah und Malika Hagemann

Mittwoch, 29. April 2015, 10 bis 22 Uhr
Saarlandmuseum, Moderne Galerie

Am Mittwoch, 29. April 2015, von 10 bis 22 Uhr findet im Rahmen der Ausstellung „Mapping The Museum“ im Erweiterungsbau der Modernen Galerie des Saarlandmuseums eine öffentliche Performance der Künstlerinnen Akosua Viktoria Adu-Sanyah und Malika Hagemann statt. Die dabei entstehende temporäre Skulptur ist noch am Donnerstag, 30. April 2015 von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Während der Performance mit dem Titel „Tausendmal. Der Versuch.“ spielen die beiden Künstlerinnen im Atrium des Erweiterungsbaus Federball. Ihr Ziel ist es, den Ball tausendmal hin und her zu schlagen, ohne dass dieser zu Boden fällt. Wird der Spielball verfehlt, so bleibt er liegen und der Versuch beginnt von neuem. Durch die liegengebliebenen Bälle entsteht am Boden des Museumsbaus eine temporäre Skulptur, die den Verlauf des Geschehens im Raum aufzeichnet und die gescheiterten Versuche dokumentiert. Die Besucher der Modernen Galerie können die Performance vor Ort mitverfolgen und tags darauf die entstandene Skulptur besichtigen.

Der Eintritt ist frei.

Podiumsgespräch zum Erweiterungsbau der Modernen Galerie am 12. April 2015

Sonntag, 12. April 2015, um 15 Uhr
Saarlandmuseum, Moderne Galerie

Nachdem die Planungen für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus in den letzten Monaten intensiv vorangetrieben wurden und der Antrag auf Baugenehmigung inzwischen bei der Unteren Bauaufsicht der Landeshauptstadt Saarbrücken vorliegt, hat der Kurator der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Minister Ulrich Commerçon, am 12. April zu einem Bürgerforum in die Moderne Galerie des Saarlandmuseums eingeladen.

Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, sich erneut über den aktuellen Planungsstand des Bauprojekts - insbesondere mit Blick auf die Gestaltung der Fassaden und der Außenanlage - zu informieren und auszutauschen.

Einleitend diskutierten vier bundesweit renommierte Experten aus den Bereichen Architektur, Architekturgeschichte und - theorie, Städtebau und Museum das architektonische Konzept von Kuehn Malvezzi / Michael Riedel und beleuchteten das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven:

·         Prof. Volker Staab (Architekt, Geschäftsführer Staab Architekten, Berlin)

·         Dr. Rena Wandel-Hoefer (Architektin und Stadtplanerin, Baudezernentin der Landeshauptstadt Saarbrücken

·         Oliver Elser (Kurator am Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt am Main)

·         Dr. Reinhard Spieler (Direktor des Sprengel Museums Hannover)

Fast 200 Gäste folgten der Einladung der Stiftung und beteiligten sich mit engagierten Redebeiträgen. Es wurde analysiert, diskutiert und kritisch Rückschau gehalten, aber auch der Blick in die Zukunft gelenkt.

Moderiert wurde diese spannende Diskussion von dem Publizisten Dr. Nils Minkmar.

Ausstellung "Mapping the Museum" im Saarlandmuseum, Modernen Galerie

Mapping the Museum - Boris Becker, Simone Demandt, Sinje Dillenkofer, Sven Erik Klein, Eric Lanz, Hans-Christian Schink
8. Februar bis 10. Mai 2015
Saarlandmuseum, Moderne Galerie

Sechs renommierte, international agierende Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich Fotografie und Videokunst wurden vom Saarlandmuseum eingeladen, sich mit dem im Rohbau der Modernen Galerie auseinander zu setzen. Die Arbeiten zeigen den Erweiterungsbau in einem Stadium, das in absehbarer Zeit überwunden sein wird. Sie dokumentieren einen Moment der Ruhe und des Stillstands unmittelbar vor dem erneuten Aufbruch.

Die präsentierten Werke befassen sich alle mit demselben Gegenstand und folgen doch sehr unterschiedlichen Konzepten, die die aktuellen Diskurse über die technischen Bildmedien spiegeln.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen mit Beiträgen von Dr. Roland Augustin und Dr. Roland Mönig zum Preis von 19,90 €.
Für Bestellungen klicken Sie hier.

Neubaufest im Saarlandmuseum 14. September 2014

Mit einem Tag der offenen Tür in der Modernen Galerie hat die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz am 14. September alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über den Fortgang der Arbeiten zur Vollendung des Erweiterungsbaus zu informieren.

In einem Vortrag erläuterte Nina S. Beitzen vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi gemeinsam mit dem Künstler Michael Riedel den neuesten Stand der Planungen. Im gut besuchten Vortragssaal bot sich im Anschluss die Gelegenheit zu einem konstruktiven Gedankenaustausch über das Projekt.

Ganztägig wurden Kurzführungen durch den Rohbau angeboten. Außergewöhnliche Erlebnisse des Neubaus vermittelten die Künstler Philipp Hawlitschek und Peter Strickmann den Besuchern im Rahmen der für den Ort geschaffenen Klangperformance „… in terms of walls“.

Eine eigens für das Neubaufest konzipierte Kinderausstellung zeigte Werke von Schülerinnen und Schülern von 5 bis 10 Jahren, die sich den Themen „Selbstbildnis“ und „Traum-Museum“ widmeten. Kleine Besucher konnten aber auch am Festtag selbst wieder im Rahmen von Kunstworkshops kreativ tätig werden.

Präsentation der Entwurfsplanung am 12. September 2014

Prof. Wilfried Kuehn und Nina S. Beitzen (Architekturbüro Kuehn Malvezzi, Berlin) präsentierten dem Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz zusammen mit dem Künstler Michael Riedel die detaillierte Entwurfsplanung für den Erweiterungsbau. Sie stießen damit auf die Zustimmung des Kuratoriums.

Grundlegend für den Entwurf von  Kuehn Malvezzi sind drei Gedanken:
-Der Neubau lässt sich nur dann mit dem Bestand in die Balance bringen, wenn man ihn als dritten Flügel der Modernen Galerie versteht.
-Der einzig sinnvolle Eingang zum vergrößerten Museum ist der ursprüngliche Eingang zur Modernen Galerie.
-Die architektonische Gestalt des Neubaus und die Gestaltung des umgebenden Außenraums sind untrennbar miteinander verbunden.

1. Erweiterungsbau

Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus geben große Fenster Einblicke in den Innenraum und deuten die Vielfalt der musealen Funktionen und Angebote an: An der Westseite schaut man direkt in den neu geschaffenen hohen Ausstellungsraum im Zentrum des Gebäudes, an der Südseite öffnen sich Bistro und Shop, und an der Nordseite kommt in der Sichtachse der Karlstraße ein bodentiefes Fenster neu hinzu.
Der Innenraum des Erweiterungsbaus entwickelt sich als spannungsreiche Raumplastik: Die Ausstellungsräume sind mal horizontal und mal vertikal ausgerichtet, mal weisen sie große Fenster auf und mal handelt es sich um geschlossene Kuben. Auf allen Ebenen bieten sich überraschende Ausblicke auf die Stadt und die Saaraue.
Der Neubau ergänzt das Raumprogramm von Hanns Schöneckers Moderner Galerie, das sich durch eine strenge Maßführung und moderate Kubaturen auszeichnet, auf ideale Weise. Auch die Präsentation großer Formate sowie von aktueller Medienkunst wird hier ohne weiteres möglich.
Dank der Rückverlegung des Museumseingangs an die vertraute Stelle im Foyer-Pavillon kann das Atrium des Neubaus schlüssig in den Parcours eingebunden werden. Es verwandelt sich in einen Ausstellungsraum mit einzigartigen Proportionen, der zeitgenössischen Künstlern eine perfekte Bühne bietet.
Im Fokus stand auch das Konzept für die Gebäudehülle sowie für den Platz, der das Museum schlüssig mit der Stadt und mit seinem unmittelbaren Nachbarn und engen Partner, der Hochschule für Musik Saar, verbindet. Zwischen Alt- und Neubau entsteht eine Piazza, die auch dank des Museumsbistros zum Verweilen einlädt.

2. Fassade und landschaftsplanerisches Gesamtkonzept

Bei der Gestaltung von Außenraum und Fassade arbeiten die Architekten mit dem Künstler Michael Riedel zusammen. Der 1972 in Rüsselsheim geborene und in Frankfurt lebende Künstler Michael Riedel studierte von 1996 bis 2000 an der Kunstakademie Düsseldorf, an der Ecole nationale des Beaux-Arts de Paris und an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seit seinen ersten Aktionen im Rahmen des legendären Kunstprojekts „Oskar-von-Miller-Straße 16“, das er 2000 initiierte und in gleichnamiger Straße in Frankfurt seinen Anfang nahm, beschäftigt sich Riedel mit dem Aspekt der Reproduktion und Wiederholung. Riedel arbeitet mit aufgezeichneten Gesprächen, Filmen und Performances oder Ausstellungen anderer Künstler. Sein Schaffen beruht auf der Kombination dieser Elemente zu immer neuen Variationen und auf der Transformation eines Mediums in ein anderes. Sprachaufnahmen überträgt Riedel zum Beispiel durch Transkription in den Bereich des Visuellen, verfremdet und erweitert sie mithilfe technischer Möglichkeiten, um sie schließlich in neuer Lesart zu reproduzieren oder erneut abzuspielen.
Die Fassade des Neubaus wird durch einen Wechsel von großformatigen Kunststeinplatten und Putzflächen belebt. Auf allen vier Fronten bildet sich die geometrische Form des Platzes ab, und zwar dergestalt, dass der Plattenbelag des Platzes aus der Waagerechten in die Senkrechte klappt, wo er auf die Senkrechten der Neubaufronten trifft. So wird der gesamte Museumskomplex, das Bestandsgebäude eingeschlossen, fest mit dem umgebenden Stadt- und Landschaftsraum verklammert. Sämtliche Kunststeinplatten sind mit einem künstlerisch bearbeiteten Text bedruckt, der die Entstehung des Museums und seine Konzeption reflektiert.
Riedel hat aus der Grundrissfigur von Alt- und Neubau der Modernen Galerie eine Struktur aus Plätzen und Wegen entwickelt, die das Museum schlüssig mit dem städtischen und landschaftlichen Umfeld verschränkt. Zwischen dem Museum und der Hochschule für Musik Saar entsteht ein Campus, der die enge Beziehung zwischen den beiden Landesinstitutionen unterstreicht.

  3. Finanzrahmen und Zeitplan     

Bei den Beratungen und Beschlüssen zur Fortführung des Museumsbaus seit 2012 hat sich das Kuratorium der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz stets an den im Koalitionsvertrag aus dem Jahre 2012 gemachten Vorgaben der Landesregierung orientiert:
Demnach soll der Erweiterungsbau des Saarlandmuseums „auf der Basis einer neuen Projektstruktur unter Einbindung der Landeshochbauverwaltung in einer angemessenen Qualität fertiggestellt werden“.
„Dabei kommt es auf die Festlegung und Einhaltung eines zu definierenden Kostenrahmens an wie auf einen fest umrissenen Terminplan. Die Landesregierung ist nicht bereit, weitere unvertretbare Kostensteigerungen zu akzeptieren.“
„Der Fassadengestaltung messen wir für die Attraktivität des Museums und für seine Akzeptanz in der Bevölkerung eine hohe Bedeutung bei.“
„Im Sinne einer Gesamtplanung soll – auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten – die Umfeldgestaltung der sogenannten Kulturmeile und des Kulturufers in Kooperation  mit der Landeshauptstadt Saarbrücken und unter Beteiligung der Öffentlichkeit konzipiert und Schritt für Schritt umgesetzt werden.“

Gemäß dieser Vorgaben werden sich die Kosten für die Fertigstellung des Erweiterungsbaus in dem von WPW genannten und bislang bekannten Rahmen in Höhe von rd. 30 Mio. € bewegen.
Für die bisher nur unzureichend geplante Fassadengestaltung sind jetzt Mittel in Höhe von rd. 2 Mio. € vorgesehen. Aufgrund noch bestehender Unwägbarkeiten u.a. betreffend Vertragsbeziehungen mit früher tätigen Firmen wurde eine Risikovorsorge in Höhe von 1 Mio. € gebildet.
Bislang ebenfalls nicht berücksichtigt waren Kosten für die Gestaltung des Außenraums der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz (rd. 4 Mio. €) sowie für die Anbindung des Stadtraums (rd. 2 Mio. €).
Vorbehaltlich eines zügigen Genehmigungsverfahrens rechnet das Kuratorium derzeit mit einer Wiederaufnahme der Bautätigkeit im Frühjahr 2015. Ziel ist die Fertigstellung des Erweiterungsbaus spätestens bis zum Ende der Legislaturperiode.
Um die weiteren Planungs- und Ausführungsschritte begleiten zu können, wird aus dem Kreise der Mitglieder des Kuratoriums ein Baubegleitgremium gebildet.

Präsentation der Vorentwurfsplanung von Kuehn Malvezzi, Berlin zur Erweiterung der Modernen Galerie des Saarlandmuseums am Freitag, 4. April 2014

Der Kurator der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Kulturminister Ulrich Commerçon, und der Vorstand der Stiftung, Dr. Roland Mönig und Bernd Therre, haben heute über den aktuellen Stand der Vorentwurfsplanungen bezüglich des Erweiterungsbaus des Saarlandmuseums informiert.

Kulturminister Ulrich Commerçon betonte, mit den Planungen des Berliner Architektenbüros Kuehn Malvezzi und der Zustimmung des Kuratoriums sei nun ein „weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Vollendung des Erweiterungsbaus“ gemacht. „Die Vorentwürfe sind überzeugend und bieten eine solide Grundlage für die weitere Arbeit. Der Erweiterungsbau hat das Potenzial und bietet die Perspektive, zu einem spannenden und hochwertigen Ausstellungsort zu werden, der von der Bevölkerung angenommen wird“, so der Minister.

Bei der im Frühjahr 2013 erfolgten Ausschreibung der Planungs- und Architektenleistungen zur Vollendung des Erweiterungsbaus hatte sich das Berliner Architektenbüro Kuehn Malvezzi durchgesetzt. Die Auswahlentscheidung erfolgte im Juli 2013.

 

Grundlegend für die von Kuehn Malvezzi vorgelegte Vorentwurfsplanung sind drei Gedanken:

1.     Der neue Trakt wird in seiner Beziehung zum Bestandsbau einerseits und zum landschaftlichen und urbanen Umfeld andererseits betrachtet. Die architektonische Gestalt des Gebäudes, insbesondere die Fassade, ist untrennbar mit der Gestaltung des Außenraums verbunden.

2.     Der Neubau lässt sich mit dem denkmalgeschützten Ensemble Hanns Schöneckers nur dann in die Balance bringen, wenn man ihn – neben den bestehenden Sammlungspavillons und dem Wechselausstellungspavillon – als dritten Flügel des Museums versteht.

3.     Der ursprüngliche Eingang zur Modernen Galerie wird reaktiviert.

Da der Neubau vom Foyer des Altbaus her betreten werden wird, kann sein Inneres insbesondere im Erdgeschoss neu organisiert werden – sehr zum Vorteil der künftigen musealen Nutzung:

  • Aus der ehemaligen Eingangshalle wird ein Ausstellungsraum mit einzigartigen Proportionen, mit dem sich für die Präsentation der Gegenwartskunst neue Möglichkeiten eröffnen.
  • Das Café liegt nicht länger an der Rückseite des Museums, sondern öffnet sich dem Besucher schon vor dem Betreten des Hauses als Ort von Gastlichkeit und Begegnung. Der Museumsshop wird in das Café integriert, was beiden Service-Einrichtungen gleichermaßen erhöhte Frequenz und Aufmerksamkeit sichert.
  • Das Restaurierungsatelier wird in der Nordseite des Erdgeschosses angesiedelt und gibt dank eines neuen bodentiefen Fensters zur Bismarckstraße Einblicke in die museale Arbeit.

Die Obergeschosse werden als abwechslungsreicher Parcours unterschiedlich dimensionierter Räume gestaltet, die dem Besucher im Durchschreiten nicht nur jeweils unverwechselbare visuelle Erlebnisse, sondern auch eindrückliche physische Erfahrungen vermitteln.

Bei der Gestaltung von Außenraum und Fassade arbeiten die Architekten mit dem Künstler Michael Riedel (geboren 1972 in Rüsselsheim, lebt und arbeitet in Frankfurt / Main) zusammen. Riedel hat aus dem Grundriss des Komplexes aus Alt- und Neubau der Modernen Galerie einen Rapport entwickelt, der das Museum schlüssig mit dem städtischen und landschaftlichen Umfeld verschränkt. Damit bietet sich die Möglichkeit, zwischen dem Museum und der Hochschule für Musik einen Campus zu schaffen, der die enge Beziehung zwischen den beiden Landesinstitutionen unterstreichen soll. Prof. Wilfried Kuehn hierzu: "Die gemeinsame Arbeit mit dem Künstler Michael Riedel verbindet Innen- und Aussenraum, Museum und Öffentlichkeit, Platz und Fassade, indem sie Architektur und Kunst verbindet: Es handelt sich um eine skulpturale Installation, die Schrift als Formträger einsetzt und eine Lesbarkeit des Ortes erzeugt."

Für die das Museum umschließenden Plätze und Wege wird eine Natursteinpflasterung vorgeschlagen, die dem künstlerischen Konzept von Michael Riedel zufolge mit Elementen eines Textes graviert sein soll, der das Wesentliche des musealen Konzepts und seiner Geschichte reflektiert. An jenen Stellen, an denen die Pflasterung auf die aufgehenden Wände des Neubaus trifft, greift der gravierte Steinbelag auf die Fassade über, klappt also aus der Horizontalen in die Vertikale. Dort, wo die Außenmauern von Rasenflächen gesäumt werden, soll die Oberfläche anders behandelt werden, damit eine spannungsvolle Fassadengliederung entstehen kann, die das Gebäude schlüssig mit dem Außenraum verklammert.

Dr. Roland Mönig, künstlerischer Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz: „Das architektonische Konzept von Kuehn Malvezzi wird die Attraktivität der Modernen Galerie für die Zukunft sichern. Das komplexe Raumangebot ergänzt die klassischen Säle Hanns Schöneckers auf ideale Weise und ermöglicht den Besuchern faszinierende Begegnungen mit der Kunst. Spektakulär ist insbesondere, dass die 14 m hohe Eingangshalle des Erweiterungsbaus sich in einen Ausstellungsraum verwandeln wird. Mit seinen ungewöhnlichen Proportionen bietet er sich an für Werke der zeitgenössischen Kunst und wird sicher zu einem Merkzeichen des Museums werden.“

Gespräch mit Nina Beitzen vom Architekturbüro Kuehn Malvezzi im Rahmen des Tags der offenen Tür in der Modernen Galerie am Sonntag, 9. Februar 2014

Im Rahmen des Tags der offenen Tür in der Modernen Galerie am Sonntag, 9. Februar 2014, berichtet um 14 Uhr das Berliner Architekturbüro Kuehn Malvezzi, das mit der Fortführung des Erweiterungsbaus beauftragt ist, über seine Erfahrung mit Museumsbauten und stellt eine Auswahl ihrer wichtigsten Projekte vor. Im Gespräch mit Dr. Roland Mönig gibt Projektleiterin Nina Beitzen einen Ausblick auf die spezifischen Bedingungen, die in Saarbrücken zu meistern sind.

Prof. Wilfried Kühn stellt das Konzept zur Fortführung des Erweiterungsbaus vor

Im Rahmen des Gartenfests der Gesellschaft zur Förderung des Saarländischen Kulturbesitzes am Sonntag, 29. September 2013, wird Prof. Wilfried Kühn interessierten BesucherInnen gegen 11.30 Uhr im Vortragssaal der Modernen Galerie einen Ausblick auf die Gestaltung des Erweiterungsbaus durch das Berliner Architekturbüro Kühn Malvezzi geben.

Das Architekturbüro Kuehn Malvezzi übernimmt die Fortführung der Baumaßnahmen

Das Architekturbüro Kuehn Malvezzi übernimmt die Fortführung der Baumaßnahmen

Das Architekturbüro Kuehn Malvezzi übernimmt die Fortführung der Baumaßnahmen
Kuehn Malvezzi wurde 2001 von den Architekten Wilfried Kuehn, Simona Malvezzi und Johannes Kuehn in Berlin gegründet. Neben Bauten für öffentliche und private Auftraggeber haben Kuehn Malvezzi zahlreiche Museums- und Ausstellungsarchitekturen realisiert. Sie entwarfen u.a. die Räume der Documenta 11 in Kassel (2002), den Erweiterungsbau des Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof für die Friedrich Christian Flick Collection (2004), die Julia Stoschek Collection in Düsseldorf (2007) und die Erweiterung des Museum Berggruen in Berlin (2012). Neben dem Umbau des barocken Unteren Belvedere in Wien zu einem Ausstellungsort für moderne Kunst realisieren sie den museografischen Neuauftritt historischer und zeitgenössischer Sammlungen, darunter Liebieghaus und Städel Museum Frankfurt, Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und Kunstgewerbemuseum Berlin. 

2008 erhielten Kuehn Malvezzi den Sonderpreis der Jury sowie den Deutschen Kritikerpreis für ihren viel diskutierten Wettbewerbsbeitrag zur Rekonstruktion des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum. 2012 gewannen sie den Wettbewerb für ein gemeinsames Bet- und Lehrhaus der drei monotheistischen Religionen auf dem historischen Petriplatz in Berlin, dessen Realisierung 2017 geplant ist. Kuehn Malvezzi nahmen Teil an der 10. Architektur-Biennale Venedig 2006, der Manifesta 7 in Trento 2008 sowie der 13. Architektur-Biennale Venedig 2012.

 

Das Architekturbüro zum Projektkonzept: 
„Die Voraussetzungen sind gut: das bauliche Ensemble des Saarlandmuseums sowie der Skulpturenpark sind qualitativ hochwertige Elemente der Kunstmeile. Zu vervollständigen sind diese Elemente nun durch ein integrales Projekt für Freianlagen und Neubaufassaden, das die Besucherbewegung im Außen- und Innenraum des Museums in den Mittelpunkt stellt. Durch die Intervention der Architekten Kuehn Malvezzi in Zusammenarbeit mit dem Künstler Michael Riedel wird das Bestehende ausgehend von der Eingangssituation und der Platzgestaltung in einen neuen Zusammenhang gebracht. Die gemeinsame Arbeit von Kuehn Malvezzi und Riedel verbindet Innen- und Außenraum, Museum und Öffentlichkeit, Platz und Fassade, indem sie Architektur und Kunst verbindet. Es handelt sich um eine skulpturale Installation, die eine neue Lesbarkeit des Ortes erzeugt.“

Baustellenführungen durch den Neubau

Baustellenführungen durch den Neubau

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, den Erweiterungsbau des Saarlandmuseums bereits vorab im derzeitigen Rohbau-Stadium kennenzulernen. Geführte Rundgänge finden bis auf Weiteres jeden ersten Mittwoch im Monat um 12.30 Uhr statt.

Aus Sicherheitsgründen ist die Kapazität für die Baustellenführungen jeweils auf 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Daher ist eine vorherige Anmeldung bis einschließlich Mittwoch nachmittag bei der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz erforderlich : Tel.: 0681/9964234, per E-Mail: service@saarlandmuseum.de oder per Fax: +49 (0)681.9964-248.

Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Mobilitätseingeschränkten Besucherinnen und Besuchern kann die Baustelle derzeit leider nicht zugänglich gemacht werden. 

Vor Betreten der Baustelle werden die Besucher auf die Sicherheitsvorschriften hingewiesen. Festes Schuhwerk und das Tragen der Sicherheitshelme sind erforderlich. Die Besichtigung der Baustelle erfolgt auf eigene Gefahr.