Thema: "Tanz und Taumel - Farben und Bewegung im Zirkus | "Marthe Donas und Alexander Archipenko"

Vor genau 100 Jahren wurde Roland Stigulinszky geboren; aus diesem Anlass zeigt das Deutsche Zeitungsmuseum eine Kabinettausstellung in Gedenken an den bekannten saarländischen Gebrauchsgrafiker, Karikaturisten und Essayisten.
Als STIG – mit dieser Abkürzung signierte Roland Stigulinszky seine Zeichnungen – im Jahr 2022 im Alter von 95 Jahren starb, hinterließ er einen umfangreichen Nachlass, von dem ein Teil in die Sammlung des Deutschen Zeitungsmuseums überging. In dieser Sonderpräsentation wird eine Auswahl seiner frühen Werke für die Presse gezeigt, um auf diese Weise die Anfänge von STIGs kreativer Arbeit zu dokumentieren: Ausgestellt werden sowohl Zeitungen und Zeitschriften als auch originale Zeichnungen.
Ab 1947 steuerte Roland Stigulinszky Illustrationen, Bildergeschichten und Titelbilder für die Kinderzeitung Kinderpost bei, ein Jahr später begann er zudem für die Satire-Zeitschrift Tintenfisch tätig zu werden; in der Kabinettausstellung sind die entsprechenden Originalveröffentlichungen zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt lag das Ende des Zweiten Weltkrieges noch nicht lange zurück. Roland Stigulinszky war 1947 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Saarbrücken zurückgekehrt und begann sich nun durch seine Pressezeichnungen rasch einen Namen zu machen, und dies nicht nur im Saarland: Für die in Köln erscheinende Zeitschrift Neue Illustrierte steuerte STIG von 1952 bis Anfang der 1960er Jahre humorvolle Cartoons bei – originale Zeichnungen aus dieser Zeit werden in der Ausstellung präsentiert. Ferner ist eine Auswahl von STIGs politischen Karikaturen zu sehen, die in den 1960er Jahren in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht wurden.
Die Sammlungsschau reflektiert gleichermaßen die besondere Situation des Saarlandes nach dem Krieg als teilautonomer, wirtschaftlich an Frankreich angeschlossener Staat unter dem Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann (JoHo), der in vielen von STIGS frühen Karikaturen im Mittelpunkt stand, und geht auch auf die Saar-Abstimmung von 1955 ein.
Nicht zuletzt dokumentiert die Sammlungsschau auf diese Weise ein spezielles Kapitel saarländischer (Presse)Geschichte.
Die Kabinettausstellung ist ab dem 13. Februar 2026 im Foyer des Deutschen Zeitungsmuseums bei freiem Eintritt zu besichtigen.
Am Abteihof 1,
66787 Wadgassen
Dienstag - Sonntag: 10 - 16 Uhr