Von Gutenberg bis Trump - Eine medienkritische Ausstellung
 
 
 
  • Feldpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg, 1915, Sammlung Deutsches Zeitungsmuseum, Foto: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
    Feldpostkarte aus dem Ersten Weltkrieg, 1915, Sammlung Deutsches Zeitungsmuseum, Foto: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

Die Ausstellung bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Lügen und alternativen Fakten, die dieses brandheiße Phänomen in seinen historischen Dimensionen beleuchtet.

Fake News sind keine Erfindung von Donald Trump. Lügen werden auch nicht erst verbreitet seitdem es soziale Medien und mobile Nachrichtendienste wie Twitter gibt. Zweifellos ist es heutzutage viel einfacher, Falschmeldungen zu verbreiten als früher, als es noch kein Internet gab. Aber der Vorwurf, dass (Massen)Medien Lügen verbreiten, ist jahrhundertealt! Dies zu zeigen, ist Zweck der Ausstellung „Von Gutenberg bis Trump“.

Die Frage, ob eine Neuigkeit der Wahrheit entspricht, ist elementar und wurde bereits, lange bevor es Massenmedien gab, gestellt. Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks machte es jedoch möglich, Nachrichten zu vervielfältigen und damit eine potentiell große Zahl von Menschen mit ein und derselben Information zu versorgen. Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Nachrichten nahm fortan eine neue Qualität an und dementsprechend oft wurde gegenüber den Medien der Vorwurf erhoben, die Unwahrheit zu verbreiten. Die Ausstellung „Von Gutenberg bis Trump“ zeigt hierfür zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart.

Nicht nur heute, sondern immer schon war die Weitergabe von Nachrichten ein kommerzielles Geschäft. Um Profit zu machen, bedarf es Aufmerksamkeit für das Produkt. Nicht nur heute, sondern auch früher schon war Aufmerksamkeit schwer zu erzielen, und dementsprechend wurde auch der Kampf darum häufig mit unlauteren Mitteln geführt. Zu diesen Mitteln gehören nicht nur Fake News, sondern auch Propaganda, Verschwörungstheorien, einseitige Berichterstattung etc. Die Ausstellung zeigt hierfür Beispiele aus 600 Jahren Mediengeschichte von Gutenberg bis Trump.

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