Tabatieren des 18. Jahrhunderts - Eine Schenkung aus Privatbesitz
 
 
 
  • Höfische Geschenktabatiere, wahrscheinlich Skandinavien, um 1760, Foto: Tom Gundelwein / Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
    Höfische Geschenktabatiere, wahrscheinlich Skandinavien, um 1760, Foto: Tom Gundelwein / Stiftung Saarländischer Kulturbesitz

 

Die Alte Sammlung des Saarlandmuseums hat eine bedeutende Schenkung erhalten, die ab sofort zu sehen ist: Sie umfasst nicht weniger als 16 Tabatieren, allesamt Stücke von höchster Qualität, größter handwerklicher Präzision und Kostbarkeit. Die meisten der kleinen Tabakdosen aus Gold, Silber und Email wurden in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Paris gefertigt. Sie sind mit geometrischen Mustern, vegetabilen Dekorationen und Miniaturen (Porträts, mythologische Szenen, Landschaften) geschmückt. Mit dieser Schenkung werden die kulturgeschichtlichen Bestände des Hauses entschieden gestärkt. Zu verdanken ist dies der Großzügigkeit der in Völklingen geborenen Mäzenin Ibeth Biermann, Frankfurt a. M.
Tabatieren, also Tabakdosen, kamen im Verlauf des 18. Jahrhunderts in Mode als das Schnupfen die vornehmste Weise des Tabakkonsums war. Wenngleich Tabatieren auch in bürgerlichen Kreisen verwendet wurden, waren sie doch besonders wichtig für den Adel: als materieller Ausdruck von Kultiviertheit und Exklusivität. So eigneten sie sich vorzüglich, um Hierarchien und Abhängigkeiten bei Hofe deutlich zu machen. Auch kamen die Döschen als subtile Instrumente von Diplomatie und Politik zum Einsatz.

 

 

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