Künstlerbücher - aufgeblättert – ausgebreitet
 
 
 
  • Jim Dine, The Picture of Dorian Gray, 1968, Lithografien und Radierungen, Graphische Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier © Jim Dine, 2020
    Jim Dine, The Picture of Dorian Gray, 1968, Lithografien und Radierungen, Graphische Sammlung des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier © Jim Dine, 2020

Ein Samteinband für das Buch zum Dandy Dorian Gray, Gullivers Geschichte als Comic-Buch mit aufstellbaren und nach Gusto arrangierbaren Flachfiguren, aufklappbare Buchseiten, die nach mehrmaligem Entfalten Dimensionen von bis zu 2 Quadratmetern erreichen: all das und vieles mehr eröffnen Künstlerbücher dem neugierigen Betrachter. Künstlerbücher nehmen eine Nische zwischen Museum und Bibliothek ein. Seit den 1960er Jahren haben sich Bildende Künstler, häufig im Zusammenwirken mit Literaten, vermehrt dieses Medium als Ausdrucksmittel erobert. Wort und Bild spielen, weit über pure Illustration hinaus, eng zusammen und intensivieren wechselseitig ihre Aussage- und Gestaltungsmöglichkeiten. Künstlerbücher eröffnen einen geradezu unerschöpflichen Rahmen für Kunstschaffende, sich gattungsübergreifend in einer Art „Gesamtkunstwerk“ zu artikulieren. Zudem zielen sie auf eine Demokratisierung von Kunst jenseits der etablierten Kulturinstitutionen, sind erschwinglich für ein breiteres Publikum. So stammt auch, neben einzelnen Werken aus dem Bestand des Saarlandmuseums, die Mehrzahl der ausgestellten Bücher aus einer Privatsammlung. Gezeigt werden Arbeiten von Jim Dine, Georg Baselitz, Mimmo Paladino, Pierre Alechinsky, David Hockney, Alfred Hrdlicka, Antoni Tàpies u.a.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Graphischen Sammlung und Studierenden des Fachs Kunstgeschichte der Universität Trier

Hier geht es zum aktuellen Begleitprogramm.

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