Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Marc Chagall
Das Saarlandmuseum zeigt ab dem 19. Dezember Werke des Künstlers Marc Chagall. Die Ausstellung umfasst rund 200 Arbeiten auf Papier, begleitet von einer Gruppe von Gemälden aus bedeutenden europäischen Sammlungen, darunter das Centre Pompidou in Paris, die Berliner Nationalgalerie, das Kunsthaus Zürich, das Moderna Museet in Stockholm, das Musée d’Art moderne de la Ville de Paris und das Sprengel Museum in Hannover.

In den Sammlungen des Saarlandmuseums befinden sich weit über 500 Arbeiten auf Papier aus allen Schaffensperioden von Marc Chagall, darunter mehrere bedeutende lithographische Serien nach literarischen Vorbildern wie Daphnis und Chloé, die Fabeln von La Fontaine, die Toten Seelen von Gogol oder die Bibel.

Aus diesem Bestand präsentiert die Ausstellung die wichtigsten Werkgruppen, die durch präzise ausgewählte Gemälde akzentuiert werden. Auf diese Weise werden die tieferen Ideen und Entwicklungslinien des Schaffens von Marc Chagall deutlich hervorgehoben.
Die Arbeiten auf Papier sind nicht ausschließlich, aber sehr häufig mit literarischen oder mythologischen Themen verbunden. So legt die Ausstellung einen Schwerpunkt auf die literarische Seite im Werk Chagalls. Dabei sollen die Fragen nach den lyrischen und mythologischen Tendenzen wie auch nach dem spezifischen Surrealismus Chagalls in Stil und Ikonographie näher untersucht werden.

Marc Chagalls Werk leidet in seiner künstlerischen Wertschätzung in besonderem Maße unter seiner außergewöhnlichen Popularität und Bekanntheit. In den vergangenen Jahren aber ist eine merkliche Verstärkung des wissenschaftlichen Interesses für den verdeckten Kern der Werke zu verzeichnen. Diese neue Sichtweise könnte dieses außergewöhnliche Phänomen der Kunst des 20. Jahrhunderts in ein differenzierteres Licht rücken. Die Ausstellung des Saarlandmuseums möchte hierzu einen Beitrag leisten.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.
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