Bilder / Schicksale. - Provenienzforschung am Saarlandmuseum
 
 
 
  • Max Slevogt, Skizze Orang-Utan, 1901, Öl/Lwd., Saarlandmuseum – Moderne Galerie
    Max Slevogt, Skizze Orang-Utan, 1901, Öl/Lwd., Saarlandmuseum – Moderne Galerie

Seit 2015 widmet das Saarlandmuseum sich der systematischen Aufklärung der Eigentumsgeschichte seiner Bestände. Im Sinne der Washingtoner Konferenz von 1998 geschieht dies mit dem Ziel, einen NS-verfolgungsbedingten Verlust früherer Voreigentümer auszuschließen.

Welche Techniken der Recherche kommen hier zum Tragen?

Was tun, wenn sich eine problembelastete Herkunft abzeichnet?

Wie ist eine gütliche Einigung mit den Nachfahren der rechtmäßigen Eigentümer herzustellen?

Anhand von 17 prägnanten Fallbeispielen aus den Sammlungsbeständen gibt die Präsentation einen Einblick in die Techniken und Fragestellungen der aktuellen Provenienzforschung. Indem sie darüber hinaus Perspektiven und Maßgaben der Restitutionspraxis aufzeigt, nimmt sie zugleich die Schicksale der vormaligen Eigentümer in den Blick.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der 1980 an das Saarlandmuseum übergegangenen saarländischen Privatsammlung Kohl-Weigand.

Die Ausstellung basiert auf einem Projekt, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg gefördert wird.

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