HERKUNFT UNGEWISS? - Kunstwerke und ihre Besitzergeschichte (Ringvorlesung/Vortragsreihe)
 
 
 
  • Max Slevogt, Skizze Orang-Utan, 1901, Öl/Lwd., Saarlandmuseum – Moderne Galerie
    Max Slevogt, Skizze Orang-Utan, 1901, Öl/Lwd., Saarlandmuseum – Moderne Galerie

Öffentliche Ringvorlesung zur Provenienzforschung in Kooperation zwischen der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz und dem Institut für Kunstgeschichte der Universität des Saarlandes

Provenienzforschung stellt gegenwärtig ein zentrales Feld heutiger Museumsarbeit dar, das sich mit der Eigentumsgeschichte von Kunstwerken und Sammlungsobjekten beschäftigt. Insbesondere Werke, die in der Zeit des Nationalsozialismus unter Zwang ihren Besitzern entzogen wurden, oder im Krieg durch die Siegermacht geraubtes und verlagertes Beutegut stellen heikle Sonderfälle dar, die die Forscher oft zu komplexen juristischen Sachverhalten, sowie zu berührenden persönlichen Schicksalen führen. Aber auch historisch gewachsene archäologische und ethnologische Sammlungen des 19. Jahrhunderts erfordern die Erforschung ihrer früheren Besitzverhältnisse. Namhafte Experten wie Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Dr. Andreas Hüneke, Forschungsstelle „Entartete Kunst“ der Freien Universität Berlin, geben Einblicke in Themen wie Beutekunst in Russland und von den Nationalsozialisten verfemte Künstler im Dritten Reich.

Die einzelnen Termine und Vortragsthemen finden Sie im Programm-Flyer.

Ort/Zeit: Schlosskirche, Am Schlossberg 6, 66119 Saarbrücken, 8 Abendtermine, je um 18 Uhr

Informationen: Besucherservice Saarlandmuseum, Tel. 0681.9964-234, service(at)saarlandmuseum.de

Auch für die Bestände der Modernen Galerie des Saarlandmuseums werden intensive Forschungen zur Provenienz der Bestände betrieben. Erste Ergebnisse werden zur Wiedereröffnung der Modernen Galerie am 18. November 2017 im Rahmen einer Sonderpräsentation zu sehen sein.

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